Die am Stadionbau beteiligten Institutionen

Für ein Millionenprojekt wie den Vollumbau des Wildparkstadions in Karlsruhe benötigt es viele Hände, die anpacken können und eine Menge Know-How haben. Genau das spiegelt sich in der Vielzahl der Beteiligten an diesem Projekt wider. Auf der folgenden Seite werden einige der Beteiligten und ihre Rollen kurz vorgestellt.

Darstellung Vertragsbeziehungen

Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark

Das Fußballstadion im Wildpark ist eine städtische Immobilie und wird daher auch von der Stadt betreut. Zeitweise waren mehrere Dienststellen mit dem Gebäude und dem Umfeld vertraut: Schul-  und Sportamt, Amt für Hochbau- und Gebäudewirtschaft, Gartenbauamt und weitere. Seit 1. Januar 2018 wurde für eine effektivere Arbeit eine neue Organisation ins Leben gerufen: Der Eigenbetrieb „Fußballstadion im Wildpark“. Zu dessen Aufgaben gehören nun der Bau, der Betrieb und die Finanzierung des Stadions, seiner Außenflächen und der Infrastruktur. Der Eigen­be­trieb hat als Teil der allge­mei­nen Hoheits­ver­wal­tung k­eine eigene Rechts­per­sön­lich­keit. Ihm ist kein Teilhaus­hal­t ­zu­ge­ord­net, er stellt ein eigenes kommunales Sonder­ver­mö­gen der Stadt dar und erstellt eine eigene Wirtschafts-, Erfolgs, Finanz- und Vermö­gens­pla­nung.

Unterstützung erhält der Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark von der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG). Durch die Erfahrung in der Durchführung von Bau-Großprojekten und den Kontakt zur Bausteuerung hilft die Expertise dieser städtischen Gesellschaft auch dem Stadionneubau weiter.

Werner Merkel

Werner Merkel

Betriebsleitung

KASIG

Neben dem EiBS ist noch eine weitere städtische Gesellschaft am Bau des Fußballstadions im Wildpark zentral beteiligt. Die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) ist ein Unternehmen der Stadt Karlsruhe und ursprünglich Bauherr der Kombilösung – dem Verkehrsinfrastrukturprojekt für Karlsruhe. Mittels eines Geschäftsbesorgervertrags an den EiBS gebunden übernimmt die KASIG nun auch bei diesem Bauprojekt die Überwachung der baulichen Maßnahmen sowie von Terminen, Kosten, Qualitäten. Aus diesem Grund tritt der Geschäftsführer der KASIG, Frank Nenninger, im Zusammenhang mit dem Neubau des Fußballstadions in Erscheinung.

Frank Nenninger

Frank Nenninger

Geschäftsführer KASIG & Projektüberwachung Vollumbau Stadion

Karlsruher SC

Der Karlsruher SC ist heute einer der größten Sportvereine in der Stadt: Mehr als 10.000 Mitglieder beteiligen sich am Vereinsleben. Das größte Aushängeschild ist dabei der Profifußball, der in eine GmbH & Co. KGaA ausgegliedert ist. Die Mannschaft tritt aktuell in der 2. Fußball-Bundesliga an, auch die Nachwuchsteams spielen hochklassig.

Das Zuhause des KSC ist seit jeher der Karlsruher Wildpark – und dort wird es auch künftig sein! Eine langfristige Pachtregelung sichert dem KSC das Stadion, die Trainingsflächen und die Geschäftsstelle zu. Im neuen Fußballstadion werden sich die Gestaltungsmöglichkeiten des Clubs sogar noch deutlich ausweiten: Während im Wildparkstadion nur an Spieltagen das gesamte Areal angemietet wurde, wird die KSC Betriebsgesellschaft Stadion mbH für das neue Stadion zuständig sein, was dem Club ganz neue Gestaltungs- und Vermarktungsmöglichkeiten eröffnet. Einzig die Verantwortung für „Dach und Fach“ sowie für die Sicherheitstechnik wird in den Händen der Stadt Karlsruhe bleiben.

Mehr Informationen zum Karlsruher SC.

BAM Sports GmbH

Die BAM Sports GmbH zählt bundesweit zu den bekanntesten und erfolgreichsten Stadien- bzw. Sportstättenbauunternehmen. In der Unternehmensgeschichte wurden bereits weltweit über 20 Sportstätten geplant und gebaut, wie zum Beispiel die Continental Arena in Regensburg oder die Opel Arena in Mainz. Momentan baut die BAM Sports die Großsporthalle in Heidelberg und das neue Fußballstadion im Karlsruher Wildpark.
Das Team der BAM Sports, geführt von Axel Eichholtz und Peter Zamoryn, besteht aus Spezialisten mit langjähriger Erfahrung in der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Sportstätten mit Sitz in Düsseldorf, deren Herzen für den Sport schlagen. Deswegen der Slogan „Bauen für Emotionen“!

Neben dem Bau von Sportstätten ist der Betrieb eines Stadions ein weiterer Tätigkeitsbereich der BAM Sports. Unsere Tochtergesellschaft, die Stadion Dresden Projektgesellschaft mbH & Co. KG, betreibt seit der Fertigstellung 2009 sehr erfolgreich das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden und organisiert nicht nur Heimspiele, sondern auch Tagungen, Kongresse, große Sportevents oder Konzerte. Die praktische Erfahrung im Betrieb einer Sportstätte fließt bei der Planung und dem Bau weiterer Sportstätten mit ein.

Mehr Informationen zu BAM Sports GmbH.

agn Niederberghaus & Partner

Für das künftige Aussehen des neuen Fußballstadions im Wildpark zeichnet agn Niederberghaus & Partner verantwortlich. In der Beschreibung des Entwurfs heißt es:

Mit seiner zeitlosen Architektur soll das neue Stadion Tradition und Moderne verbinden. Scheinbar mühelos gelingt dem Entwurf ein Spagat zwischen regionaler Identität und internationalem Erscheinungsbild.

Das architektonische Konzept „Alles unter einem Dach“ hat überzeugt. Die umlaufende, aus drei Grundelementen bestehende Fassade vereint alle funktionalen Bausteine des Veranstaltungsortes. Gleich einem Fußball-Tempel erhebt sich das weiße Gebäude über dem traditionsreichen grünen Wall im Wildpark Karlsruhe.

Ein innovatives Tragwerk aus Y-Stützen vereint die Aspekte der Ökonomie, Konstruktion und Ästhetik und gibt dem Bauwerk ein markantes, unverwechselbares Äußeres mit hohem Wiedererkennungswert in der Bundesliga. Der Stadioninnenraum wird beim Fußballereignis zur Kulisse der KSC-Blauen, die als zwölfter Mann ihr Team leidenschaftlich unterstützen.

Der Entwurf nutzt die bestehende Topografie für die Geometrie der Tribünen. Auf diese Weise entsteht ein ruhiges und recht selbstverständlich wirkendes „optisches“ Ein-Rang-Stadion für über 34.000 Zuschauer. Die 30 Reihen aufwärts und zehn Reihen abwärts aus der zentralen umlaufenden Promenade bilden den zukünftigen Hexenkessel der Arena Karlsruhe. Hauptgebäude und barrierefreier Stadionumgriff lassen sich nachhaltig und multifunktional bespielen.

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